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„Die Durchsetzung von Gleichstellung in Unternehmen ist möglich, wenn das Management einen systematischen und massgeschneiderten Ansatz verfolgt, um herauszufinden, was Frauen von ihrem jeweiligen Karrierepfad im Unternehmen abbringt“, sagt Orit Gadiesh, Global Chairman von Bain & Company und Mitautorin der Studie. „Wichtig ist, die jeweiligen Spezifika des Unternehmens zu verstehen. Um wie viele Frauen geht es, wo steigen sie typischerweise aus ihrer Karriere aus und wie funktioniert die Besetzung von Führungspositionen? Man kann dieses Thema nicht angehen, wenn man es nicht untersucht hat.“
Die Studienergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen nicht genügend Daten sammeln, um das Erreichen ihrer Gleichstellungsziele messen und steuern zu können. Weniger als 20 Prozent der Befragten wissen, ob ihr Unternehmen geschlechtsspezifische Daten wie die Anzahl eingestellter, beförderter oder langjährig im Unternehmen tätiger Frauen überhaupt erhebt. Die Autoren der Studie sind der Meinung, dass die Unternehmen zunächst die Bedeutung genauer Messmethoden der Gleichstellung erkennen müssen, um dann den nächsten Schritt zu gehen: das Monitoring des Fortschritts in der Gleichstellung über alle Ebenen der Organisation hinweg.
Viele Unternehmen involvieren ihre Mitarbeiter nicht in die Planung und Gestaltung ihrer Gleichstellungsprogramme und informieren auch zu wenig darüber. Rund 60 Prozent aller Befragten berichteten, dass ihr Unternehmen bei der Entwicklung seiner Gleichstellungsinitiative keinen Input von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingefordert habe. Zehn Prozent sagen, dass ihr Unternehmen keinen formalen Feedbackkanal und keine Gelegenheit für einen offenen Dialog besitze.
Das Ausmass an Zeit und Energie, die Männer und Frauen für Heim und Familie aufwenden, unterscheidet sich noch immer sehr stark. Obwohl dieses Ergebnis der Studie nicht überrascht, so unterstreicht es dennoch die Hürden für die berufliche Gleichstellung der Frauen:
„Unternehmen müssen ihre Beförderungsprozesse und Karrierepfade künftig stärker flexibilisieren und die Stigmatisierung unterbrochener Karrierepfade beenden, um mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Auswahl für Führungspositionen zu bekommen,“ sagt Julie Coffman, Partner, Mitautorin der Studie und Leiterin des weltweiten Global Women’s Leadership Council von Bain. „Die Alternative ist, wichtige Mitarbeiterpotenziale zu verlieren, und das zu einer Zeit, in der Spitzenkräfte zunehmend rar werden.“
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"Bain-Studie über Gleichstellung am Arbeitsplatz: Gleichstellungsprogramme in Unternehmen versagen" als PDF |
Leila Kunstmann-Seik
Tel: +49 89 5123 1246
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Die weltweite Umfrage „Gender Parity in the Workplace“ wurde zwischen dem 6. und 13. Januar 2010 durchgeführt und von 1.834 Fach- und Führungskräften beantwortet. Ziel der Befragung ist es, die Perspektiven der Gleichstellung am Arbeitsplatz besser zu verstehen. Mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnete sich selbst als „Senior Manager“ oder „Executive“, etwa 75 Prozent waren weiblich.
Die vollständige Studie können Sie hier herunterladen.